Lightroom

Bildbearbeitung Lightroom Schwarzweiss

Ich bearbeite Eure Bilder

Manchmal erreicht man beim Bearbeiten von Fotos einen Punkt an dem man einfach nicht weiterkommt. Mir reicht es oft vom Rechner wegzugehen und irgendwas stumpfes zu machen, wie Wäsche waschen, Spülmaschine einräumen oder Staub saugen. Manchmal helfen aber auch ein paar frische Augen. Das hat sich auch Maren gedacht, die unter meinem letzten Youtube-Video in einem Kommentar darum bat eines ihrer Bilder zu bearbeiten. Das mache ich gerne, weil ich glaube, dass Ihr dabei eine Menge lernen könnt. 1. Beschnitt anpassen Als ersten Schritt habe ich das Bild ein wenig beschnitten. Oben links war mir zu viel freier Raum, der Hintergrund war mir zu schief und die Augen waren genau auf der Drittellinie, was mir bei diesem Bildausschnitt auch nicht so gut gefällt. Durch den Beschnitt liegt der Fokus des Bildes ein wenig mehr auf dem Gesicht, was bei so einem „Halbnahen“ Bildausschnitt wichtig ist. 2. Schwarzweiß-Konvertierung Als nächstes habe ich das neue Lightroom-Profil „Adobe Monochrom“ als Basis für die Bearbeitung ausgewählt. Da mich das Foto ein wenig an schwarzweiße Modeaufnahmen erinnerte, wollte ich mit …

Ein Lightroom-Katalog oder mehrere?

Die Frage ob man nur einen oder mehrere Lightroom-Kataloge benutzt scheint eine Menge Nutzer umzutreiben. Das ist nämlich einer der meistbenutzten Suchbegriffe, mit denen man auf meinem Blog landet. Und das obwohl ich noch gar keinen Artikel dazu geschrieben habe. Das habe ich zum Anlass genommen meine Vorgehensweise nochmal zu analysieren um euch ein wenig Inspiration geben zu können, wie man in Lightroom seine Bilder organisieren kann. 1. Geschwindigkeit Gerade für Profis ist die Geschwindigkeit des Systems extrem wichtig. Aber auch Hobby-Fotografen, die meist ja nicht ganz so schnelle Rechner zum Bearbeiten nutzen, profitieren von einem schnellen Programm. Wer will schon stundenlang vor dem Rechner sitzen um die Bilder des letzten Urlaubs zu bearbeiten? Von der Performance gesehen, ist es inzwischen fast egal, ob du einen oder mehrere Kataloge nutzt. Wichtig ist nur, dass die Katalog- und (Smart-)Vorschau-Dateien auf einer internen SSD-liegen. Das bringt gegenüber einer herkömmlichen HDD den größten Performancesprung. Je nachdem, wie viele Bilder du gespeichert hast, und wie du sie verwaltest, kann es aber trotzdem sinnvoll sein mehrere Kataloge zu nutzen. Lightroom …

Zeit ändern Lightroom

Aufnahmezeit ändern in Lightroom

Am vergangenen Samstag habe ich die erste große Hochzeit dieses Jahr fotografiert. In der Aufregung davor – auch nach über 60 Hochzeiten bin ich immer noch ein wenig aufgeregt – habe ich vergessen die Zeiten der Kameras zu synchronisieren. Da das aber wohl nicht nur mir passiert, und manleicht nachträglich die Aufnahmezeit in Lightroom ändern kann, habe ich ein kleines Tutorial gebastelt. 1. Herausfinden wie groß der Zeitunterschied ist Als ersten Schritt musst du herausfinden, wie groß der Unterschied der beiden Kameras überhaupt ist. Am leichtesten geht das, wenn du die Beiden Kameras vor dir auf dem Tisch hast und die Zeiten vergleichen kannst. Falls das nicht der Fall ist, weil du zum Beispiel eine Kamera geliehen hast, geht das auch in Lightroom. Suche dir einfach ein Foto jeder Kamera heraus, das zeitgleich entstanden ist. Falls es das nicht gibt, kannst du auch schätzen. Meist kommt es ja nicht auf die 1/100 Sekunde an. Tipp: Im Metadatenfilter kannst du die Bilder nach der Seriennummer der Kamera filtern, falls du zwei Kameras des gleichen Modells benutzt. …

So hilft Lightroom dir beim Objektivkauf

Es gibt ein Objektiv, auf das ich schon seit längerem schiele. Bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen es zu kaufen. Da nächste Woche für uns die neue Hochzeitssaison beginnt, ich dieses Objektiv bisher für fast jede Hochzeit gemietet habe und Canon bis 30.04.18 noch eine Cashback-Aktion laufen hat, war ich drauf und dran zuzuschlagen. Bauch gegen Kopf Es geht um das Canon 70-200mm 2.8 IS II Werbung. Für viele Situationen auf einer Hochzeit, und auch sonst in der Veranstaltungsfotografie, ist das 70-200 einfach eine Bank! Es ist das einzige Zoom-Objektiv, mit dem ich Spaß habe. Man kann damit aus ein paar Metern Entfernung herrliche „Portrait-Schnappschüsse“ machen, ohne dass die Leute das mitbekommen. Zusätzlich kommt durch die längere Brennweite ein schönes Bokeh dazu, sodass die Personen sich gut vom Hintergrund abheben. Für einen Veranstaltungsfotografen ist das Gold wert 🙂 Da der Anschaffungspreis mit aktuell knapp €2000,- aber doch recht hoch ist, wollte ich das nicht nur aus dem Bauch entscheiden, sondern auch ein paar Fakten einfließen lassen. Zusätzlich ist das ja auch eine Business-Entscheidung. …

Neu: Farbprofile in Lightroom

Adobe hat letzte Woche ein Update für Lightroom Classic und CC veröffentlicht, das den eigenen Workflow komplett verändern könnte. Die größte Neuerung ist die Einführung von Farbprofilen. Diese Technik ist schon seit längerem als LUT (Look up Table) in der Video-Branche bekannt und findet nun auch bei Lightroom Einzug. Was ist der Unterschied zwischen Presets und Farbprofilen in Lightroom? Die Idee ist, dass man Bildern nun nicht mehr mit den bisher bekannten Presets – bzw. Entwicklungsvorgaben – einen Look gibt, sondern mit den Farbprofilen. Diese funktionieren prinzipiell so wie ein Instagram- oder VSCO-Filter und haben keinen Einfluss auf die Schieberegler im Entwickeln-Modul. Neu dabei ist, dass es einen Regler für die Intensität gibt. Man kann einen Look also auch dezenter anwenden. Danach kann man den Look mit den bereits bekannten Reglern nachjustieren. Adobe liefert einige Farbprofile mit, unter anderem ein generelles (Adobe Farbe), eines für Landschaften mit ein wenig mehr Sättigung und einem, das mit allen Hauttönen funktionieren soll (Adobe Porträt).  Diese lassen sich im Dropdown-Menü bei den Grundeinstellungen im Entwickeln-Modus auswählen. Das alte Profil …

Polaroid-Scanner

Instax und Polaroids richtig einscannen

In letzter Zeit habe ich, wie ihr vielleicht schon bei Instagram gesehen habt, eine Menge Sofortbilder gemacht und deshalb möchte ich euch heute mal zeigen, wie man Instax und Polaroids richtig einscannen kann. Newtonringe? Was ist das? Wenn man Sofortbilder scannen möchte, steht man vor einem Problem. Die Filmschicht, auf der das Bild zu sehen ist, liegt zum einen ein wenig hinter dem weißen Rahmen, und zweitens ist sie meist nicht ganz eben. Dadurch kann es beim Scannen zu einem Phänomen kommen, das „Newton-Ringe“ genannt wird. Es entsteht ein Muster aus konzentrischen Ringen. Manchmal, wie in dem Bild oben, ist das sehr einfach in Lightroom oder Photoshop wegzuretuschieren. Oft ist das aber sehr zeitaufwändig. Da bietet es sich an das Problem gleich während des Scanvorgangs zu beheben. Einige Fotografen bauen sich dafür aufwändige Schablonen, wie zum Beispiel in dieser Anleitung auf Kwerfeldein. Das Prozedere mit den vielen Fotoecken war mir aber etwas zu aufwändig. Deshalb habe ich mir eine Lösung überlegt, die versucht die Filmebene planer auf die Glasplatte des Scanners zu pressen. Auf der Rückseite …

Nie wieder Lightroom-Presets kaufen

Vor ein paar Tagen hat eine Website unter Fotografen für Furore gesorgt. Es geht um pixelpeeper.io. Dort kann man Bilder hochladen und die von Lightroom in den Metadaten gespeicherten Entwicklungseinstellungen können. Probiert das einfach mal aus. Es wird nicht bei allen Bildern klappen, insbesondere nicht bei welchen, die von Instagram oder Facebook stammen. #Protipp: Wenn man nach dem Upload noch „.lrtemplate“ an die URL hängt, kann man die Einstellungen gleich als .lrtemplate-Datei speichern und in Lightroom benutzen. Edit: Bei Safari muss man dafür statt „Enter“ die Tastenkombination „Alt+Enter“ benutzen, um den Download zu starten, in Chrome und Firefox kann man auf „Datei“->“Seite speichern unter“ (⌘S) gehen und hinter dem Dateinamen statt „.txt“ „.lrtemplate“ eingeben. Die gespeicherte Datei kann dann durch Rechtsklick auf einen der Presetordner und Auswahl von „Importieren“ in den ausgewählten Ordner importiert werden. Auf Windowsrechnern konnte ich das leider nicht testen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Lightroom CC für absolute Anfänger – Teil 2 – Bildbearbeitung

In Teil 2 der Serie Lightroom für absolute Anfänger geht es um das Herzstück von Lightroom: Das Entwickeln-Modul. Im Gegensatz zu Photoshop, wo immer mindestens drei Wege zum gleichen Ergebnis führen und die Lernkurve wirklich steil nach oben geht, ist Lightroom für die grundlegende Bearbeitung geradezu einfach. Da fast ausschließlich Schieberegler verwendet werden, ist die Bearbeitung der Bilder wesentlich einfacher und schneller, auch wenn natürlich die Möglichkeiten eingeschränkter sind als in Photoshop. Übersicht Entwickeln-Modul Zuerst stelle ich dir das Layout des Entwickeln-Moduls einmal vor. Falls die linke und rechte Spalte nicht zu sehen sein sollten, kannst du entweder auf die beiden kleinen Pfeile links und rechts am Rand klicken, oder die Tab-Taste einmal drücken. Das sollte die Spalten wieder einblenden. Linke Spalte In der linken Spalte ganz oben befindet sich der Navigator, mit dem du den Überblick behalten kannst, wenn du mal in ein Bild zoomst. Das geht übrigens mit einem Klick auf das große Bild in der Mitte oder durch drücken der Leertaste. Beim Navigator kannst du auch die Zoomstufe einstellen. Ich empfehle dir …

Lightroom CC für absolute Anfänger – Teil 1 – Die Bibliothek

Du hast im Urlaub tausende Bilder gemacht, willst aber gar nicht alle behalten? Du weißt nicht, wie du deine Fotos am besten organisieren sollst? Du hast Lightroom CC gerade heruntergeladen, das erste Mal geöffnet und bist völlig überfordert? So ging es mir am Anfang auch. Ich habe mit Lichtroom 2 angefangen, da war es noch ein wenig übersichtlicher. Dennoch hat es ein wenig gedauert, bis ich zu einem guten Workflow gelangt bin. Das erfordert natürlich ein wenig Übung und Benutzung der App, das bleibt auch mit einem guten Tutorial nicht aus. Ein Tutorial kann aber dieses Zeit verkürzen. Deshalb schreibe ich diese Serie für Lightroom-Einsteiger, um dir den Einstieg in dieses tolle Programm ein wenig zu erleichtern. In Teil 1 kümmern wir uns komplett um das Bibliothek-Modul. Das ist der Teil, der gleich nach dem Start geöffnet ist und in dem die Bilder verwaltet werden. Zu jedem Modul wird es einen Teil in dieser Serie geben. Module sind in Lightroom die Oberflächen für die verschiedenen Aufgaben. Das Menü zur Auswahl dieser Module befindet sich am …