Fotografie, Gedanken
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Was unterscheidet einen Profi-Fotografen von einem Amateur?

Heute gibt es ein kleines Battle: Profi-Fotograf vs Amateur. Ich habe 5 Punkte gesammelt, in denen sich die beiden unterscheiden. Eine Sache kann ich schon mal vorwegnehmen: Der Profi hat nicht immer das bessere Equipment. 😉 Die meisten Punkte sind einfach mit gesundem Menschenverstand zu erklären. Trotzdem halte ich es für sinnvoll sie hier noch einmal aufzuführen.

1. Profis sind gut vorbereitet

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dennoch ein wichtiger Punkt. Wenn ein Profi zu einem Job fährt, sind alle Akkus geladen, es gibt davon auch mehr als benötigt, alle Speicherkarten sind leer, die Kameras gewartet, die Objektive gesäubert, alle Adressen vorher geklärt und der Fotograf sitzt rechtzeitig im Auto.

2. Profis packen das richtige Equipment für den Job ein

Nein, Profis haben nicht immer das beste und neueste Equipment. Aus einem ganz einfachen Grund: Sie haben ein Business mit einer klaren Gewinnabsicht zu führen und das ist wohl der entscheidenste Unterschied zum Amateur. Während dieser sein ganzes hart erarbeitetes Geld und vor allem auch viel Zeit in das Hobby Fotografie stecken kann, verbringt der Profi möglichst wenig Zeit mit einem Auftrag um mehr Geld zu verdienen.

Ein Profi packt nicht alles ein, was er hat, sondern das, was er braucht.

Aber zurück zur Technik. Nehmen wir mal an ein Profi-Fotograf will ein Fußballspiel fotografieren. Er weiß genau, dass er vermutlich irgendwo am Spielfeldrand stehen wird, sich nicht groß bewegen kann und vor allem nicht jeden Konter der Spieler mitlaufen kann. Deshalb packt er mindestens eine Spiegelreflex mit schneller Serienbildfunktion, sehr guten ISO-Werten und ein paar längere Zoomobjektive ein. Klar, das ist alles teuer, aber eben für diesen Job die Notwendigkeit. Das weiß der Profi, deswegen wird er keine Leica mit einer super tollen 24mm Festbrennweite einpacken. Die funktioniert nämlich nur, wenn man nah rankommt an seine Motive. Wenn man also nicht gerade Paul Ripke ist, der nach dem WM-Sieg mit der Nationalmannschaft auf dem Platz herumlaufen kann, packt man also oben genanntes Equipment ein.

Wenn man allerdings Streetfotos machen möchte, ist diese Kombi aus riesiger DSLR und langem Zoomobjektiv eher hinderlich. Da wäre die Leica aus dem obigen Beispiel deutlich eher zuhause. Vermutlich wäre ein Handy die beste Kamera in diesem Fall.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Ein Profi packt nicht alles ein, was er hat, sondern das, was er braucht. In aller Konsequenz bedeutet das sogar, dass er nur das kauft, was er benötigt.

Mein gesamtes Equipment findest Du hier

3. Backup, Backup, Backup

Im Gegensatz zu den meisten Amateuren kümmert sich ein Profi viel um Ausfallsicherheit. Das heißt für alle „missionskritischen“ Geräte gibt es Backups. Beim Fotografieren sind das Kameras (oft sogar mit zwei Speicherkarten-Slots), Speicherkarten, Akkus und wichtige Objektive. Zuhause sind das besonders Festplatten, am besten als Raid und ein zusätzliches Backup an einem anderen Ort, zum Beispiel in der Cloud oder bei der Familie oder Bekannten. Ich habe sogar schon mal von einem Bildbearbeiter gelesen, der sich zwei Internetanschlüsse von unterschiedlichen Anbietern ins Haus legen ließ, damit er jederzeit Dateien verschicken kann.

4. Profis sind zuverlässig

Unter Zuverlässigkeit kann man eigentlich alle vorigen Punkte zusammenfassen. Also bei einem Profi funktioniert das Equipment, es ist für Backup gesorgt, falls etwas ausfällt, er hat seinen Kalender im Griff, und ist in der Kommunikation freundlich und ergebnisorientiert. Ein wichtiger Punkt fehlt da aber noch: Auch die Ergebnisse, also die fertigen Fotos, sind konsistent auf einem hohen Niveau. Auch unter schwierigeren Bedingungen knickt die Leistung nicht stark ein. Das liegt auch daran, dass die meisten Profis sich entweder die Bedingungen für ein gutes Ergebnis selbst schaffen, zum Beispiel im Studio oder einfach sehr sehr gut im Improvisieren und Problem lösen sind.

5. Profis nutzen das Equipment zu ihren Gunsten

Punkt fünf hat viel mit Wissen und Skills zu tun. Da ein Profi sich und sein Equipment, besonders die Grenzen sehr gut kennt, kann er alles rausholen. Das kann man ganz gut am Beispiel des Manuellen Modus erklären. Viele Amateure denken, dass alle Profis den Manuellen Modus der Kamera benutzen. Und besonders im Studio stimmt das auch. Aber eben nicht immer. Wenn ein professioneller Fotograf mit der Blendenautomatik einfacher und schneller zum Ergebnis kommt, wird er nicht davor zurückschrecken diese zu benutzen. Profis lassen sich nicht die Fotos durch das Equipment bestimmen, sondern nutzen ihr Equipment um Fotos zu machen.

Gibt’s noch mehr?

Wenn Du noch weitere Dinge weißt, die einen Profi-Fotografen von einem Amateur unterscheidet, dann schreib doch einen Kommentar!

Kategorie: Fotografie, Gedanken

von

Moin, ich bin Kai und fotografiere für mein Leben gerne. Wenn ich mal keine Kamera in der Hand habe, spiele ich Gitarre, trainiere für den nächsten Triathlon oder chille mit der besten Frau der Welt mit Chips und Netflix auf dem Sofa.

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