Ostsee © Heiner Beisert
Analoge Fotografie, Fotografie, Interviews

Die Bilder der Film-Aktion: Heiner Beisert

Kai

Ein paar Wochen sind seit meiner Verlosung der alten Fuji-Filme nun schon vergangen, und so langsam treffen die ersten Ergebnisse bei mir ein. Wie versprochen, stelle ich die Ergebnisse hier im Blog vor. Den Anfang macht heute Heiner Beisert, der mit dem abgelaufenen Superia und seiner Minolta im Gespensterwald an der Ostsee war.

Kai: Moin! Wer bist du?

Heiner: Ich bin Heiner Lukas Beisert, Heiner reicht völlig. Hier im Norden kennt man sich und falls nicht, dann wird es dafür höchste Zeit.

© Heiner Beisert

Stell dich doch mal ein bisschen vor!

Ich bin Mecklenburger durch und durch, zuallererst aber bin ich aber Fotojournalist. Der Weg dahin begann wohl schon, als ich im Alter von 7 Jahren meine erste analoge Kamera – eine Praktica LTL – von meinem Vater bekommen habe, der sie wiederum von seinem ehemaligen Professor bekommen hat. Zusammen mit dem Aufsteckblitz, der mit dem sehr kurzen Kabel mit einer Steckdose verbunden werden musste, ergab das Ganze für mich ein völlig sonderbares Bild, von dem ich nie verstanden habe, warum all das für ein simples Foto nötig gewesen war.
Der Film der Wahl hieß damals Agfa Precisa und was sadistisch klingt, nämlich einem kleinen Kind das gerade die Fotografie für sich entdeckt einen Farbpositivfilm zum Üben zu geben, hat mir wohl auf lange Sicht nicht geschadet und mir viel über Licht, Kontrast und Farbe beigebracht.

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© Heiner Beisert

Schnell wurde mir auch klar, dass nachdem ich das Schreiben für mich entdeckt habe, ich am Beruf des Journalisten nicht vorbeikomme. Die Welt ist voller Geschichten und toller Gelegenheiten, diese mit meinen Bildern wiederzugeben und vorzustellen, ist was mich jeden Tag antreibt meine Arbeiten zu perfektionieren. Rastlos und niemals zufrieden suche ich mit zwanzig Jahren so meinen Weg im schönen Schwerin oder in Rostock, wo ich lebe und arbeite. 

© Heiner Beisert

Was fotografierst du am liebsten?

Am liebsten fotografiere ich das, was meiner Auffassung nach einen Gehalt hat, den das Bild selbst erst ergründen muss. Das heißt Menschen faszinieren mich und das, was wohl heute als Street Photography bezeichnet wird, auch wenn Fan Ho sich das wohl nicht träumen lassen hätte.

Fan Ho - A Hong Kong Memoir
  • Ho, Fan (Autor)
  • 128 Seiten - 21.01.2021 (Veröffentlichungsdatum) - Gingko Press GmbH (Herausgeber)

Der Arbeit wegen bin ich wohl ziemlich vorbelastet und kann mich für sehr vielgestaltige Dokumentationen im Reportage-Stil begeistern. Auch Reisefotografie imponiert mir. Und auch wenn das mit meinem Arbeitstier der Fujifilm X-H1 schon immer riesigen Spaß gemacht hat, hat Filmfotografie mir hier eine neue Perspektive geboten, die ich lange nicht sehen wollte.

Früher oder später stellt sich der digitalen Kamera gegenüber eine gewissene Haltung ein, wenn man sie nach einem langen Tag und hunderten Bildern so betrachtet. Es ist eben ein Instrument, da gibt es keinen Raum für romantische Illusionen und leider wohl für Tageszeitungen die einzig realistische Wahl. In meiner Freizeit dann den Spaß am Medium, und der Fotografie als Ausdrucksform, zu wahren fiel mir durch Film wieder einfacher.

© Heiner Beisert

Aktuell fotografiere ich deshalb Kleinbild ausschließlich mit einer Minolta SRT303b, diversen ausgezeichneten Rokkor-Objektiven und Mittelformat mit meiner Pentacon Six TL mit dem Carl Zeiss Flektogon 50mm f4.

Erzähle mal ein wenig über die Bilder!

Natur- und Landschaftsfotografie ist das, was mir von allen Genres wohl am schwersten fällt und gerade deshalb mag ich es, mich immer wieder daran zu versuchen. Das Ganze nun mit einem seit etwa zwanzig Jahren abgelaufenen Film zu probieren, hatte für mich einen wahnsinnigen Reiz und so stand fest, dass ich es hier probieren wollte.

© Heiner Beisert

Der Gespensterwald Nienhagen, wo die Bilder entstanden sind, bietet sich durch seine Lage in der Nähe von Rostock an und ist als Kulisse auch schon in so manchen namenhaften Filmen aufgetaucht. Die skurrile Wuchsform der Bäume an der Brandung und die seicht abfallenden Küstenhänge sind schon ein unglaublicher Anblick an und für sich. Dort schlechte Bilder zu machen, sollte selbst für einen Amateur in der Landschaftsfotografie wie mich nur schwer möglich sein. Ob es mir gelungen ist, obliegt deinem Auge.

Vielen Dank!

Hier findet ihr Heiner im Netz:

Instagram: @heinerbeisert
Website: www.heinerbeisert.de

Unterstützt wurde die Aktion übrigens von Nimmfilm.de, die zu jedem Film noch einen Rabattgutschein spendiert haben.

© Heiner Beisert
© Heiner Beisert
© Heiner Beisert
© Heiner Beisert

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