Meinung

Sollte die Meisterpflicht für Fotografen wieder eingeführt werden?

Vor kurzem hat die Zeitschrift ProfiFoto eine Petition gestartet, die sich gegen die Wiedereinführung der Meisterpflicht im Fotografenhandwerk richtet. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft diese Maßnahme aktuell auf Antrag der AfD und nach Übergabe an den Wirtschaftsausschuss des Bundestages. Die Bundesregierung hatte das schon im Koalitionsvertrag festgehalten und Anfang April nun ein Eckpunkte-Papier zum Meisterbrief veröffentlicht. Noch vor der Sommerpause soll ein Gesetzentwurf vorlegen. Das habe ich als Anlass genommen mich einmal ein wenig mit dem Thema Meisterpflicht zu beschäftigen und ein paar Argumente zu prüfen. Argument 1: Nur der Meisterbrief sorgt für Qualität und Sicherheit für Verbraucher Das erste Argument klingt auf den ersten Blick erstmal schlüssig. Meister sind im Allgemeinen gut ausgebildet und haben viel Zeit investiert um ihre Fähigkeiten zu vertiefen. Gut ausgebildete Fachkräfte pfuschen also weniger und Kunden können sich auf gute Qualität verlassen, oder? Ich wage zu behaupten, dass Pfusch weniger mit Fähigkeiten und Knowhow des Handwerkers zu tun hat, als mit Motivation, Einstellung und Sympathie. Klar, in sicherheitsrelevanten Gewerken, wie Elektro-Technik, Kfz-Technik, Maler/Lackier und Maurer ist ein gewisses Maß an Regulierung …