12 inspirierende Filme, die deine Foto-Ästhetik bereichern könnten

Titelbild: 12 inspirierende Filme, die die Ästhetik deiner Fotos bereichern könnten

1. Bube, Dame, As, Spion

Kameramann: Hoyte van Hoytema

Das finde ich inspirierend: Die ganze Welt der Spione ist irgendwie braun, besonders die Kleidung, aber stets wunderschön und realistisch beleuchtet. Van Hoytema findet oft eine gute Balance aus Naturalismus und cineastischer Stilisierung. Besonders die Hauttöne finde ich toll, weil sie sich immer gut vom Rest abheben!

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2. The Batman

Kameramann: Greig Fraser

Das finde ich inspirierend: Für mich der visuell spannendste Film der letzten Jahre. Arri hat mit Greig Fraser die Alfa Serie anamorphotischer Objektive entwickelt. Diese sind »detuned«. Das sorgt dafür, dass das Bokeh etwas anders und verzerrter verschwimmt, als bei normalen Anamorphoten. Zudem wird der Effekt zum Rand stärker und nur die Bildmitte bleibt wirklich scharf.

Die Objektive sind aber nur ein Teil des Looks. Regisseur Matt Reeves und Kameramann Greig Fraser haben sich für The Batman sehr an Filmen wie David Finchers Sieben orientiert. Reeves sagte in einem sehr spannenden Interview, dass sie besonders darauf geachtet haben stets »das Bild dreckig zu machen« (»dirty up the frame«). So wird etwa in der Szene im Polizeirevier durch das Drahtglas in den Verhöhrraum gefilmt. Diese Herangehensweise sorgt oft für schöne Texturen und sehr viel Tiefe im Bild. Aus fast jedem Shot kann man etwas mitnehmen.

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3. Skyfall

Kameramann: Roger Deakins

Das finde ich inspirierend: Roger Deakins Stil bei Skyfall ist das komplette Gegenteil zu The Batman. Aber ein Bond-Film ist auch keine Comic-Verfilmung. Allein wie Daniel Craig in der Eröffnungsszene aus der Unschärfe in einen kleinen Lichtspot in den Fokus läuft erzeugt schon so viel Spannung. Ich finde die Szene so grandios, dass ich sie bei einem Shoot nachgestellt haben. Ansonsten ist der Film davon geprägt, dass Deakins es schafft Kamera und Beleuchtung quasi verschwinden zu lassen. Deshalb ist er auch großer Fan der Arri/Zeiss Master Primes, die genau so einen nahezu perfekt korrigierten Look ermöglichen. Ein ganz anderer Ansatz also als bei Fraser, man könnte ihn wohl naturalistisch nennen.

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4. Die Schlacht an der Schelde

Kameramann: Lennert Hillege

Das finde ich inspirierend: Die Farben des kompletten Films sind grandios, finde ich. Alles ist etwas matschig, dreckig, düster – insgesamt eine relativ monochrome und entsättigte Farbpalette. So wie es im Oktober und November 1944 in den Niederlanden gewesen sein könnte.


5. Mid90s

Kameramann: Christopher Blauvelt

Das finde ich inspirierend: Der warme Super-16-Film-Look und das für Fernseh-Produktionen aus den 90ern passende 4:3-Format lassen den Skate-Film mid90s visuell aus der Masse an Blockbustern herausstechen. Wer den Kodak Portra-Look mag, kommt hier voll auf seine Kosten.


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6. Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Kameramann: Stuart Dryburgh

Das finde ich inspirierend: Bei Das erstaunliche Leben des Walter Mitty steht für mich besonders die sehr grafische Komposition der Shots im Vordergrund. Es gibt viele symmetrisch oder an Linien und Formen ausgerichtete Bilder, in denen sich die Kamera nicht bewegt. Die Farben im Film sind oft irgendwie freundlich. Sie haben einen Hauch von typischen modernen Stock-Fotos, aber mit einem künstlerischeren Twist.

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7. Her

Kameramann: Hoyte Van Hoytema

Das finde ich inspirierend: Der Film Her hat eine immer noch wahnsinnig aktuelle Story, die mit den KI-Entwicklungen der letzten Jahre immer realistischer wird. Der Look des Films lebt von den der minimalistischen Farbpalette, in der immer wieder die Farbe rot als prägnanter Akzent hervortritt.

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8. Heat

Kameramann: Dante Spinotti

Das finde ich inspirierend: Heat hat einfach so einen klassischen analogen Thriller-Look, mit starken Kontrasten, wie es ihn heute nur noch selten gibt.

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9. 1917

Kameramann: Roger Deakins

Was ich daran mag: Ähnlich wie bei Skyfall gelingt es Deakins auch bei 1917 gut die Kamera verschwinden zu lassen. Dass der ganze Film scheinbar in einem Take gedreht ist, vergisst man schnell, weil das kein Gimmick ist, sondern der Geschichte dient. Die Farben sind Deakins-typisch sehr natürlich. Dadurch wirkt der Film wie die stilisierte Form einer Dokumentation, was im Zusammenspiel mit der Single-Shot-Drehweise sehr realistisch wirkt.

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10. Don’t look up

Kameramann: Linus Sandgren

Was ich daran mag: Der Look ist insgesamt eher auf der warmen Seite und der ganze Film ist inhaltlich schon vollkommen over the top, was durch die teilweise übertriebenen Flares auch visuell fortgeführt wird.


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11. Joker

Kameramann: Lawrence Sher

Was ich daran mag: Der Film transportiert wunderbar eine 80er Jahre Version von New York. Die Kamera arbeitet viel mit sehr geringer Schärfentiefe, das Licht ist sehr abwechslungsreich und transportiert den gritty 80s-Vibe sehr gut.

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12. Ad Astra

Kameramann: Hoyte van Hoytema

Was ich daran mag: Auch hier haben es mir die Lens Flares angetan. Die Firma Camtec hat zusammen mit Hoyte van Hoytema extra für diesen Film ein Set von Arri Master Primes genommen und die Vergütung abgeschliffen, sodass die normalerweise sehr Flare-resistenten Objektive angenehme rot-orange Reflektionen zeigen. Der Look insgesamt ist spannend, in den Weltraum-Szenen wird mit sehr hartem, hellem Licht gearbeitet. Im Weltraum fehlt die Erd-Atmosphäre als Filter, daher kommt dieses Licht dort natürlich vor.

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Fazit

Mich würde noch interessieren, welche Filme für Dich visuell sonst noch inspirierend sind. Schreib sie doch unten in die Kommentare, damit ich sie ggf. auf meine Watchlist packen kann!

Kai Kutzki: Fotograf | Blogger | (Gitarren-)Nerd | Nordlicht Jeder kann Fotografieren lernen und ich helfe dir gerne dabei! Zum Beispiel mit den Tutorials hier auf meinem Blog oder auf meinem Youtube Kanal.
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