Instax und Polaroids richtig einscannen

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Polaroid-Scanner

Wie ihr vielleicht schon mal auf meinem Instagram gesehen habt, mache ich sehr gerne Sofortbilder. Deshalb möchte ich euch heute mal zeigen, wie man Instax-Fotos und Polaroids richtig einscannt.

1. Per App (am schnellsten)

Das Abfotografieren mit dem Smartphone ist die schnellste Methode um Sofortbilder zu digitalisieren und man kann die Bilder direkt teilen. Du kannst natürlich die Kamera-App deines Smartphones benutzen, von Polaroid gibt es aber auch eine tolle App, mit der eigentlich Kameras wie die OneStep+ (Testbericht) gesteuert werden. Nebenbei kann sie aber auch super Polaroids und Instax-Bilder einscannen und ist für Android und iOS kostenlos erhältlich.
Die Polaroid-App sorgt auch gleich dafür, dass das Bild nach dem abfotografieren korrekt entzerrt ist, ähnlich wie bei Dokumenten-Scan-Apps.

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Ein Nachteil bleibt jedoch: Die meisten Smartphones nutzen eher Weitwinkel-Objektive, was zu Verzerrungen führen kann, wenn man mit dem Smartphone sehr nah an das Foto herangehen möchte.

Newtonringe-Polaroid-einscannen.jpg
Im hellen Bereich dieses Scans kann man die Newton-Ringe gut erkennen.

2. Per Scanner (beste Qualität)

Ein Flachbett-Scanner ist daher rein technisch und qualitativ dem Smartphone überlegen. Allerdings tauchen dafür andere Probleme auf. Zum Beispiel Staub oder Newton-Ringe.

Newtonringe? Was ist das?

Die Filmschicht, auf der bei Sofortbildern das Bild zu sehen ist, liegt ein wenig hinter dem weißen Rahmen. Zudem ist sie meist nicht ganz eben. Dadurch kann es beim Scannen zu einem Phänomen kommen, das „Newton-Ringe“ genannt wird. Es entsteht ein Muster aus konzentrischen Ringen. Manchmal, wie in dem Bild oben, ist das sehr einfach in Lightroom oder Photoshop wegzuretuschieren. Bei anderen Bilder ist das mitunter aber sehr zeitaufwändig. Da bietet es sich eher an das Problem gleich während des Scan-Vorgangs zu beheben. Einige Fotograf:innen bauen sich dafür aufwändige Schablonen, wie zum Beispiel in dieser Anleitung auf Kwerfeldein. Das Prozedere mit den vielen Fotoecken war mir aber etwas zu aufwändig. Deshalb habe ich mir eine Lösung überlegt, die versucht die Filmebene planer auf die Glasplatte des Scanners zu pressen.

Auf der Rückseite ist ja dieser schwarze Bereich hinter der Filmschicht, und ich habe mir einfach ein paar Notizzettel zusammengeklebt und danach passend zugeschnitten. Mit Fotokarton ginge das wohl auch.

Dadurch, dass ich dieses Papier-Teil nun beim Scannen hinten auf das Polaroid lege, drückt der Deckel des Scanners stärker auf die Filmschicht und die wird so stärker an die Glasplatte gepresst. Einfach und funktional.

Instax und Polaroids richtig scannen

Scanner-Einstellungen

Beim Scan-Prozess solltet Ihr die höchstmögliche Auflösung wählen und nur den Bereich um das Polaroid- oder Instax-Bild herum scannen um keine unnötig großen Dateien zu produzieren. Das Tiff-Format bietet dabei in der Regel eine höhere Qualität als das komprimierte JPEG. Allerdings ist die Tiff-Variante meines Scanners nicht mit Lightroom kompatibel. Das müsstet ihr mit eurem Gerät einfach mal ausprobieren.

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Ein Tipp für vor dem Scannen: Wisch einmal mit einem Microfasertuch die Glasplatte des Scanners und das Polaroid ab, das spart eine Menge Arbeit beim Flusen wegretuschieren in der Nachbearbeitung.

Polaroids in Lightroom nachbearbeiten

Mit dem Beschnitt-Werkzeug in Lightroom kann der Ausschnitt entweder direkt auf das Motiv (ohne den weißen Rahmen) oder auch an den Rahmen angepasst werden. Auch das Transformieren-Panel ist äußerst hilfreich um schief gescannte Polaroids mit einem Klick auf Auto zu begradigen. Falls das nicht gleich klappt, lässt sich das noch manuell nachregeln.

Screenshot-Scan-Software-Instax-Polaroid-einscannen.jpg

Lightroom kann sogar Ordner überwachen und Bilder, die darin auftauchen sofort automatisch in den Katalog mit aufnehmen. Dazu mache ich demnächst noch einmal ein Tutorial.

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