Die Frage ob man nur einen oder mehrere Lightroom-Kataloge benutzt scheint eine Menge Nutzer umzutreiben. Das ist nämlich einer der meistbenutzten Suchbegriffe, mit denen man auf meinem Blog landet. Deshalb habe ich diesen Leitfaden für Euch verfasst, mit dem ihr die beste Lösung für Euch
1. Lightroom-Performance
Gerade für Profis ist die Geschwindigkeit des Systems extrem wichtig. Aber auch Hobby-Fotografen, die meist ja nicht ganz so schnelle Rechner zum Bearbeiten nutzen, profitieren von einem flüssigeren Lightroom. Wer will schon stundenlang vor dem Rechner sitzen um die Bilder des letzten Urlaubs zu bearbeiten?
Für die Performance ist es inzwischen fast egal, ob du einen oder mehrere Kataloge nutzt. Wichtig ist nur, dass die Katalog- und (Smart-)Vorschau-Dateien auf einer internen SSD des Computers liegen. Diese SSD muss außerdem genügend freien Speicherplatz bieten. Das bringt gegenüber herkömmlichen HDD-Laufwerken, und insbesondere externen Festplatten, den größten Performancesprung.
2. Dateiorganisation
Bevor wir mit den Lightroom-Katalogen weitermachen, müssen wir aber erstmal über die Organisation der Bilder sprechen.
Zwar bietet Lightroom die Möglichkeit alle Fotos in einen Ordner zu importieren, und die Sortierung dann später in der Software durch Sammlungen vorzunehmen, du solltest Dir aber unbedingt ein Ordnungssystem für Ordner und Bilder auf der Festplatte überlegen. Das hat folgende Vorteile:
- Du findest die Dateien auch im normalen Dateibrowser des Betriebssystems wieder
- Bei einem eventuellen Umstieg auf eine andere Software kannst du dein Ordnungssystem einfach weiternutzen
- Wenn du für z.B. für jedes Projekt eigene Ordner erstellst, werden nicht versehentlich Bilder mit gleichem Dateinamen überschrieben.
3. Bestandsaufnahme – Welche Fotos gibt es?
Um herauszufinden, welches Organisationssystem am besten zu dir passt, solltest du erstmal analysieren, was du für Fotos machst. Und überlegen, wie du später deine Fotos am leichtesten findest.
Kann man das nach inhaltlich nach Themen gruppieren, z.B. Landschaftsfotos und Portraits? Oder lassen sich die Fotos grob in geschäftliche und private Bilder teilen? Vielleicht kannst du dich auch super an Daten erinnern und bevorzugst eine Sortierung nach Jahr-Monat-Tag.
Egal für welches System du dich entscheidest, das Ziel ist, dass du am Ende alle Fotos immer schnell findest.
Bei mir gliedern sich die Bilder in folgende Bereiche auf:
1. Geschäftliche Bilder
- Auftrags-Portraits, meist im Studio (Bewerbungsbilder, Künstlerportraits, etc)
- Hochzeiten
- Familienfotos
- Business-Aufträge
- Freie Arbeiten (Hauptsächlich TFP für Eigenwerbung)
2. Private Bilder
- Privates Bildarchiv
- Handy-Foto-Backup
WerbungWenn du auf einen der Werbe-Links klickst und dann im Shop etwas kaufst erhalte ich eine kleine Provision. Damit ermöglichst Du, dass die Beiträge weiterhin für alle kostenlos bleiben. Vielen Dank! 🙂
Ein Lightroom-Katalog oder mehrere? – Eine Frage der Organisation
Bei Hochzeiten kommen relativ schnell sehr viele Bilder zusammen. Da Lightroom bis zur Einführung der Smart-Vorschauen mit wenigen Bildern im Katalog deutlich schneller war, habe ich früher für jede Hochzeit einen Ordner mit eigenem Katalog angelegt.
Inzwischen nutze ich nur noch 2 Lightroom-Kataloge: einen für Hochzeiten und den zweiten für alles andere. Beide liegen auf der Festplatte meines Computers.

Wie Du einige Kataloge zu einem größeren zusammenführst, kannst du mal in meinen Artikel Lightroom Kataloge zusammenführen reinschauen. Auch das Gegenteil ist möglich: Falls du irgendwann zu viele Bilder in einem Katalog hast, zeige ich dir hier, wie man einen Lightroom-Katalog teilen kann.
Bilder richtig organisieren – Die Ordnerstruktur
Während meiner Ausbildung in einer Werbeagentur habe ich bei der Arbeit im Team schnell gemerkt, wie wichtig ein gut sortierter Server und einheitliche Dateinamen sind. Einige Dinge habe ich daher für meine eigenen Daten übernommen.

Die RAW-Dateien aktueller Projekte liegen auf zwei externen SSDs, die automatisch auf eine Backup-Festplatte gespiegelt werden. Dort habe ich habe Themen-Order, z.B. Hochzeiten oder Studio. Darin wiederum liegt dann für jedes Projekt ein Ordner mit dem Namensformat JJJJ-MM-Projektname. Die Raw-Dateien werden beim Import im gleichen Format umbenannt.
Bei einem Brautpaar, das Hans und Frieda heißt und im Juni 2018 heiratet, wäre das dann ein Ordner namens 2018-06-Hans+Frieda, der die Dateien mit den Namen 2018-06-Hans+Frieda-001.raw, 2018-06-Hans+Frieda-002.raw usw. liegen.
Bei einem Projekt, etwa einem Haus in der Musterstraße 15, hießen der Ordner und der Katalog darin zum Beispiel 2016-05-Haus-Musterstrasse-15 und die Bilder 2018-05-Haus-Musterstrasse-15-001.raw und so weiter.
Tipp: Auch im Jahr 2026 nutze ich hier sicherheitshalber immer noch keine Umlaute oder das ß im Dateinamen.
Das liegt daran, dass das über Betriebssysteme hinweg immer noch nicht gut funktioniert. Insbesondere bei der Übertragung der Daten an Kunden über Online-Galerien oder Clouddienste.
Sobald ein Projekt abgeschlossen ist – meistens nach Eingang des Honorars – wandern die Bilder auf mein Archiv-NAS. Dank der Smart-Vorschauen benötigt man die RAW-Dateien nur noch für den Export oder für aufwändigere Retuschen, z.B. in Photoshop. Von daher könnten die Bilder auch direkt auf die Archivplatten wandern, so habe ich aber noch ein temporäres, zusätzliches Backup.
Fazit
Für die Frage ob ein Lightroom-Katalog oder mehrere besser sind, gibt es nur die Standard-Antwort jedes Juristen: Kommt drauf an. Es kommt darauf an, ob du deine Fotos nach Themen oder nach Zeit organisieren möchtest, ob du im Team arbeitest oder allein und wie viele Fotos du machst.
Wenn du noch ein paar Gedanken dazu hast, schreibe die bitte in die Kommentare, mich würde sehr interessieren, wie dein System funktioniert, weil ich immer auf der Suche nach Verbesserungen bin. Hier kannst du auch nachlesen, welche
Vergiss nicht dir diesen Artikel bei Pinterest zu merken:

FAQ
Du solltest den Lightroom-Katalog für die beste Performance in jedem Fall auf der SSD deines Computers speichern, nicht auf externen Festplatten.
Ja, allerdings nicht auf Netzwerk-Laufwerken, wie NAS-Systemen





Schreibe einen Kommentar