Als ich vor ein paar Wochen angefangen habe unsere Hochzeitsbilder einmal zu sammeln um ein echtes Portfolio zu basteln, habe ich alle Bilder in einem Lightroom-Katalog zusammengeführt. Da wäre es eine Katastrophe gewesen, hätte ich alle Bilder noch einmal neu bearbeiten müssen.
Warum ich nicht schon vorher alle Bilder in einem Katalog hatte? Ganz einfach. Wenn man viele Jahre lang viel fotografiert, muss man anfangen sich ein System zu basteln um den Überblick zu behalten.
Seit ich Aufträge fotografiere habe ich auch mehrere Lightroom-Kataloge im Einsatz – für jedes Projekt einen. Anfangs, weil in den letzten Lightroom-Versionen die Performance deutlich besser war, wenn der Katalog nicht zu groß war. Zur Zeit mache ich das um die Hochzeiten von den anderen Aufträgen und privaten Fotos zu trennen.
Spätestens seit Adobe in Lightroom Classic das Arbeiten mit Smart-Previews deutlich vereinfacht hat, ist meine Arbeitsweise aber ziemlich überholt. Inzwischen ist es viel klüger alle Shootings in einem oder wenigen Katalogen zu haben.
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So können die RAWs alle auf einer externen Festplatte lagern und auf dem Rechner sind nur die viel kleineren Smart-Previews. Zum Exportieren kann man dann auf die RAWs zurückgreifen, da sonst nur eine Auflösung bis 3000px zur Verfügung steht. Wie genau ich das mache, kannst du in meinem Artikel Ein Lightroom-Katalog oder mehrere? nachlesen.
Nur wenige Kataloge im Einsatz zu haben hat noch einen weiteren Vorteil: Die Kataloge können einfach in der Dropbox liegen und werden nicht nur automatisch gebackupt, sondern stehen so – Smart-Previews sei Dank – auch auf dem Laptop zur Bearbeitung unterwegs zur Verfügung. Wenn Du noch nicht weißt, was Smart-Previews sind, dazu habe ich schon ein Video gemacht.
Tutorial: Lightroom Classic Kataloge zusammenführen
Nun wäre es blöd nur die RAWs aus allen Hochzeiten einfach in einen Katalog zu importieren, da so natürlich die Bearbeitungen, die schon gemacht sind, verloren gehen. Deshalb hat Adobe die Möglichkeit eingebaut Bilder aus anderen Katalogen zu importieren. Mit allen Bearbeitungen und Metadaten. Hier eine kleine Anleitung.
Schritt 1 – Katalog auswählen


Im Menü gibt es unter „Datei“ die Option „Aus anderem Katalog importieren…“. Wenn du da drauf klickst, öffnet sich ein Dateibrowser in dem du den Katalog auswählen kannst, aus dem die Bilder importiert werden sollen.
Schritt 2 – Bilder auswählen

Im sich öffnenden Fenster kann man die Ordner auswählen, die man aus dem anderen Katalog importieren möchte. Wenn man unten links bei „Vorschau anzeigen“ einen Haken setzt, kann man nicht nur ganze Ordner, sondern auch Bilder einzeln auswählen. Das geht, in dem man bei den Bildern, die man importieren möchte den Haken setzt, oder bei Bildern, die nicht importiert werden sollen wegnimmt.
Schritt 3 – Was passiert mit den RAWs?
Für die RAW-Bilder gibt es drei Möglichkeiten. Als erstes hätten wir da die Möglichkeit die Bilder ohne Verschieben dem neuen Katalog hinzuzufügen. Das ist die beste Möglichkeit, wenn der andere Katalog weiter genutzt werden soll oder die Dateien einfach an dem Ort bleiben sollen, an dem sie sind.
Als zweites können die RAWs an einen neuen Ort kopiert werden. Leider nur kopiert und nicht verschoben. So sind die Dateien auf jeden Fall doppelt vorhanden, können aber an einem neuen Ort gesammelt werden.

Die dritte Möglichkeit ist keine neuen Bilder zu importieren. Das klingt erstmal widersprüchlich, ist aber für den Fall gedacht, dass nur die Bearbeitungen bereits bestehender Bilder importiert werden sollen. Zum Beispiel, wenn man einen Ordner aus dem Hauptkatalog als eigenen Katalog zur Bearbeitung bei jemand anderem exportiert hat.
Schritt 4 – Feiern!
Zum Schluss klickt ihr einfach nur auf „Importieren“ und schon sind alle Bilder in eurem neuen Katalog.
Ich habe alle Schritte auch noch einmal in einem Video-Tutorial auf meinem Youtube-Channel zusammengefasst. Wenn Du noch mehr solcher Tipps bekommen möchtest, abonnier den Kanal doch einfach! 😉






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