Warum Photo Mechanic ĂŒberflĂŒssig ist

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Bild eines Tunnels im Geschwindigkeitsrausch

Achtung: Bist du Pressefotograf:in und/oder nutzt sehr ausgiebig die Tags, Bildbeschriftungen und Code-Replacements von Photo Mechanic? Dann kannst du den Artikel gleich wieder schließen, in dem Fall ist er nicht an dich gerichtet. (Siehe auch die Kommentare der Presse-Kollegen oder den Blog-Post von Jeff Cable zum Workflow bei Olympia 2024 in Paris)

Viele Hochzeits-, Reportage- und Presse-Fotograf:innen nutzen den Dateibrowser Photo Mechanic um schnell die riesigen Mengen an Bildern durchzugehen und die besten Bilder herauszusuchen. Das liegt vor allem am grĂ¶ĂŸten Pluspunkt von Photo Mechanic – der Geschwindigkeit. Besonders im Vergleich zu Adobe Lightroom Classic. Und um diesen Vergleich geht es hier. Wenn du eine andere Software nutzt, kann das ganz anders aussehen.

In der Vergangenheit hat es ewig gedauert, bis man in Lightroom endlich anfangen konnte Bilder auszuwÀhlen. Davor mussten zuerst die Bilder importiert, und im Anschluss Vorschauen und Smart-Vorschauen berechnet werden. Dazu kamen immer noch die kurzen Gedenkpausen wenn man von einem zum nÀchsten Foto gewechselt ist.

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Warum ist Photo Mechanic schneller?

Am Import der Fotos kommt man auch in Photo Mechanic nicht vorbei, alles andere fĂ€llt aber weg. Und dafĂŒr benutzt die App einen cleveren Trick: Kameras betten in ihre Raw-Dateien fĂŒr die Anzeige des Bildes auf dem Display der Kamera eine Jpeg-Vorschau ein. Die ist relativ klein, von der Kamera schon fertig berechnet und direkt verfĂŒgbar. Wenn du auf der Kamera durch die Fotos scrollst geht das mit der im Vergleich geringen Rechenleistung auch sehr schnell.

Photo Mechanic funktioniert also eigentlich genauso wie die Vorschau auf der Kamera. Nur eben als Software auf dem leistungsstĂ€rkeren Computer. Dazu gibt es dann noch einige Verschlagwortungs- und Metadatenwerkzeuge. FĂŒr die Bearbeitung muss dann aber trotzdem wieder Lightroom oder ein anderer Raw-Converter angeschmissen werden.

Ein Klick fĂŒr den Lightroom-Turbo

Wie cool wĂ€re es also wenn man gleich auf Photo Mechanic verzichten und die Bilder genauso schnell in Lightroom anschauen könnte? Die gute Nachricht ist: Das ist möglich! Und zwar sehr leicht. Es ist nur eine Einstellung beim Import nötig.

Eingebettete und Filialdateien ist die notwendige Einstellung

Statt der 1:1-, Minimal- oder Standard-Vorschauen wĂ€hlst du unter Dateiverwaltung einfach Eingebettete und Filialdateien aus. Laut Adobe ist die Einstellung Minimal noch ein wenig schneller, allerdings sind die Vorschauen auf grĂ¶ĂŸeren Displays dann möglicherweise verpixelt. Probier einfach mal aus, was fĂŒr dich am besten funktioniert.

Mit einer dieser beiden Einstellungen funktioniert die Dateivorschau nun genauso wie in Photo Mechanic.

Gibt es auch Nachteile?

Ja, einen Nachteil gibt es: Du kannst so natĂŒrlich nur die Vorschau ansehen, die die Kamera generiert hat, und keine Look-Presets beim Import benutzen. Denn um diesen Look anzuzeigen muss Lightroom eine Vorschau mit dem Look berechnen. Auch wenn du in den Bearbeiten-Modus wechselst erstellt Lightroom eine Vorschaudatei. Das dauert dann immer einen kleinen Moment.

Deshalb solltest du die (Smart-)Vorschauen erst nach der Bildauswahl manuell erstellen. DafĂŒr musst du beim Import den Haken bei Smart-Vorschauen erstellen weglassen, spĂ€ter die ausgewĂ€hlten Bilder markieren und dann dein Look-Preset darĂŒber legen. Daraufhin erstellt Lightroom automatisch die normalen Vorschauen. Über Bibliothek » Vorschauen » Smart-Vorschauen erstellen kannst du dann noch die Smart-Vorschauen manuell erstellen.
So werden nur fĂŒr die ausgewĂ€hlten Bilder Smart-Vorschauen erstellt, was etwas Rechenzeit spart.

Braucht man Photo Mechanic jetzt noch?

In vielen FĂ€llen lautet die Antwort: Nein. Alle wichtigen Funktionen, die Photo Mechanic mitbringt, sind enthalten. Sogar der Import mehrerer Speicherkarten ist in Lightroom möglich. Dennoch gibt es FĂ€lle, in denen die Software ihre StĂ€rke voll ausspielen kann: Zum Beispiel in der Sport- und Presse-Fotografie, wo viele verschiedene Bilder mit Unterschriften zum Beispiel ĂŒber die abgebildeten Fußball-Spieler versehen werden mĂŒssen. Hier bieten, wie Roberto in den Kommentaren unten schreibt, die Code Replacements große Geschwindigkeitsvorteile beim Taggen und Beschriften.

Immer noch nicht ĂŒberzeugt? Dann schau dir dieses Video (€) des bekannten Hochzeitsfotografen Sam Hurd an.

Du bist anderer Meinung? Lass es mich in den Kommentaren unten wissen!

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Kommentare

39 Kommentare

  1. Es gibt noch einen Nachteil: man muss Lightroom haben. 😉

    1. Völlig richtig. Ob das jedoch ein Nachteil ist, muss jeder fĂŒr sich selbst entscheiden.

  2. Tom Maushu

    Kann man in Lightroom auch genauso einfach die IPTC-Felder ausfĂŒllen wie in PM? Wenn nicht, dann ist PM doch extrem hilfreich und nicht ĂŒberflĂŒssig. Vor allem wenn die Bidersammlung die 10.000 oder 100.000 Marke sprengt.

    1. Moin Tom, danke fĂŒr den Hinweis, diesen Aspekt habe ich tatsĂ€chlich in meinem Artikel nicht behandelt, weil ich mich mehr auf das Culling/AuswĂ€hlen konzentriert habe. Aber auch das Verwalten von IPTC-Daten ist in Lightroom ziemlich leicht und die Verwaltung von großen Bildmengen kein Problem. In meinem grĂ¶ĂŸten Katalog sind aktuell knapp 66.000 Bilder und die einzige Limitierung ist die Geschwindigkeit der Festplatten in meinem DAS-System.
      Ich nehme an bei Capture One ist das Àhnlich. Andere ernsthafte Alternativen, besonders was das Katalogisieren angeht, sind mir aktuell nicht bekannt.

  3. Ich denke es gibt noch einen sehr großen Vorteil bei Photo Mechanics: man muss nicht mit den Katalogen arbeiten, die einem Lightroom (wie so viele andere Software) aufzwingt. Man kann die nutzen, muss man aber nicht. Und ein Wechsel von einem Contact Sheet zum anderen ist wesentlich schneller als einen anderen Katalog zu laden

    Wenn man dann eben Photoshop oder was auch immer fĂŒr einen Editor mit einbindet, ist Photo Mechanics eben doch deutlich schneller und handlicher
    Und in sofern – doch, man braucht es noch, wenn man nicht aus welchen GrĂŒnden immer im Lightroom Universum „verhaftet“ ist.
    Ich hab ĂŒbrigens gewechselt, weil LR nach wie vor nicht mit meiner NAS reden will, kein Problem fĂŒr Photo Mechanics 🙂

    1. Hallo Andreas, vielen Dank fĂŒr deinen Kommentar! Mit der Arbeitsweise, die du beschreibst, kann man eher auf Lightroom verzichten, als auf Photo Mechanic. Allerdings nutzt man so auch nicht das Potential, das Lightroom bietet. Der große Vorteil ist ja, dass man mit einem Katalog arbeiten und gleich die RAW-Bearbeitung mit drin hat. Wer die Bildbearbeitung in anderen Programmen erledigt ist mit PM vermutlich besser dran, da hast du Recht!
      Das mit dem NAS ist echt ein Problem, allerdings nur so lange der Katalog auch auf dem NAS liegt. Wer also einen großen Katalog nutzt und die Bilder auf dem NAS liegen hat kann ganz normal arbeiten.

  4. Mag sein, dass viele Hochzeitsfotografen mit Lightroom alleine bequem auskommen. Reportage- und Pressefotografen dagegen, wÀren ohne Photomechanics wesentlich langsamer unterwegs.
    Darum sind die beiden Programme so unterschiedlich konzipiert.

    1. Hey Felix, danke fĂŒr dein Feedback! Mein Punkt ist ja, dass LR inzwischen nachgelegt hat und bei entsprechender Konfiguration genauso schnell ist wie PM. Kannst du sagen wo das bei dir nicht so ist? Also was macht PM + LR noch schneller als nur LR? Oder ist das einfach persönliche Routine?

  5. Die Betextung geht bei PM durch Code Replacement und ĂŒbersichtlichere Fenster schneller. FĂŒr das Zuschneiden braucht man nicht auf die Generierung von Vorschauen warten. Und der Prozess vom Batchimport neuer Bilder von der Karte ĂŒber Auswahl & Betextung hin zum Upload via FTP o.a. ist etwas gradliniger ohne Ablenkungen.

    Selbst mit PCI-E SSDs und high-end Prozessoren genehmigt sich Lightroom hier und da ein paar Millisekunden mehr, aber viel relevanter sind die Unterschiede im Handling.

    1. Moin Roberto, vielen Dank fĂŒr deine Einsichten! Das mit dem Zuschneiden und dem Code Replacement sind tatsĂ€chlich zwei wichtige Punkte!

  6. Helmut Hussian

    Hallo Kai,
    vor einigen Tagen bin ich auf Mac M1 umgestiegen und natĂŒrlich lief Photomechaniks nicht mehr.
    Allerdings machte ich parallel dazu mit Excire Bekanntschaft und möchte sagen, es ersetzt Photomechaniks meiner Meinung nach vollkommen!
    LG Helmut

    1. Moin Helmut, danke fĂŒr den Tipp, das schaue ich mir mal an.
      Frohe Ostern!
      GrĂŒĂŸe,
      Kai

      1. Helmut Hussian

        Es ist ein bisschen anders, findet auch Fotos nach Inhalt. Die Trial-Version ist nur bei den Metadaten eingeschrÀnkt.
        Ich staunte nicht schlecht was ich alles fotografiert und auf der HD hatte. :-))
        LG Helmut/Wien

    2. Waaaas, Excire ? Ja, ist ein nettes Programm fĂŒr ambitionierte Amateure mit viel Zeit. Die automatische Beschlagwortung ist grossteils sinnlos und fehlerhaft. Die Suche nach Stichwörtern ist bei grossen Katalogen langsam und mĂŒhsam. Der Vorgang zu Aktualisierungen von ErgĂ€nzungen ist unĂŒbersichtlich. Ene FTP-Anbindung fehlt. Aber ich gebe zu es handelt sich um eine aufgerĂ€umte Datenbank, aber sicherlich nicht fĂŒr Profis, die schnell sein mĂŒssen. Da isi PM6 plus einzigartig und unerreicht

  7. Ich muss da doch energisch widersprochen:
    PM ist Lightroom Classic in Sachen Performance erheblich ĂŒberlegen.
    Es gibt 2 Möglichkeiten……. Ich sortiere alle Bilder mit Lightroom, das ist langwierig und dauert.
    Oder ich ein Programm wie Fast RAW Viewer oder Photo Mechanic, sortiere damit vor und importiere nur noch die wirklich guten Bilder in meinen Lightroom-Katalog.
    Momentan nutze ich zum Culling noch Fast RAW Viewer, das Ă€hnlich schnell wie PM ist, dafĂŒr weniger Möglichkeiten bietet und billiger ist.
    Du magst PM ja fĂŒr ĂŒberflĂŒssig empfinden. Wenn Du aber mit 1000 und mehr Fotos nach Hause kommst, bist Du mit Lightroom erst einmal ein paar Stunden beschĂ€ftigt. Die Zeit fehlt Dir bei der Bildauswahl fĂŒr den Kunden und der spĂ€teren Bearbeitung.
    Wenn man genug Zeit hat, lĂ€sst sich das natĂŒrlich mit Lightroom handeln, wenn Du als gut gebuchter Hochzeitsfotograf arbeitest und von der Fotografie leben musst, ist Zeit Geld.

    1. Hallo Rolf,
      Danke fĂŒr deinen Kommentar! Ich zeige ja hier wie man LIghtroom so einstellt, dass es zum Culling genauso schnell ist wie Photo Mechanic. Insofern kann ich nicht erkennen wieso mir dann ein weiterer Schritt Zeit sparen soll.
      Bei anderen Aufgaben wie Keywording fĂŒr Presse und Co ist PM sicherlich deutlich ĂŒberlegen und dann ergibt es auch Sinn in PM die Auswahl zu machen. Beim Aussortieren in anderen Bereichen nicht mehr.
      GrĂŒĂŸe,
      Kai

  8. Auf einem Apple M1 lĂ€uft nicht mal mehr Capture One. Wieso habe ich mich zu einem iPad ĂŒberreden lassen? Photomechanic auch nicht. Tethered Shooting? Fehlanzeige. Excire? Fehlanzeige. Dachte immer, Apple wĂŒrde mit KompatibilitĂ€t glĂ€nzen. Wirklich nichts fĂŒr User, die etwas anspruchsvoller sind. Hab mich selten einen Monat nach Kauf eines Apple Produkts so geĂ€rgert. Anwendungssoftware, die auch nur etwas spezieller ist, wird nicht unterstĂŒtzt. 🙁 Aber schön sieht es ja wenigstens aus…

  9. Stimmt. Ich sprach aber von einem iPad mit M1. Auch Capture One soll ja M1 kompatibel sein oder werden. Ich wette aber, nicht auf dem iPad. VerfĂŒgbarkeitsprobleme auf Apple waren mir zwar bekannt, aber die massiven EinschrĂ€nkungen auf Apple-Systemen begreife ich erst jetzt. Vielleicht wird Windows das gleiche Problem haben, wenn die sich entscheiden, auch auf M1 ff. zu schwenken.

    1. Ach du hast nur ein iPad – Ja, iOS ist als alleinige Plattform fĂŒr Fotobearbeitung absolut ungeeignet. Wer auch immer dich da beriet hat dir wohl ziemlichen Quark erzĂ€hlt. MacOS ist da deutlich freier und flexibler. Das hat aber weniger mit dem Prozessor zu tun, als mit dem OS und der Software. Wenn die Hersteller keine volle iPad Version anbieten, kann Apple da auch nichts fĂŒr.

  10. Die Einstellungen in Lightroom sind mir bekannt, Kai. FrĂŒher habe ich auch Lightroom allein genutzt. Bis ich die Performanceprobleme leid war.
    Danach habe ich etwa 1 Jahr lang Fast RAW Viewer genutzt, das Programm hat einen ganz Ă€hnlichen Ansatz wie Photo Mechanic. Photo Mechanic bietet fĂŒr mich einfach die Funktionen, die Fast RAW Viewer (noch) vermissen lĂ€sst. Das lĂ€sst sich Camerabits natĂŒrlich auch gut bezahlen.
    Mein Workflow sieht inzwischen so aus:
    Culling, Dateibenennung und Verschlagwortung sowie Copyright Daten mit Photo Mechanic —-> Übergabe der ĂŒbrig gebliebenen Bilder an Lightroom —-> Import in den Lightroom Katalog —–> VervollstĂ€ndigung der Verschlagwortung mit den inhaltsbasierten Schlagworten mit Hilfe von Exire Search for Lightroom
    Das passiert alles recht schnell. Wenn Exire Search fertig ist, gönne ich mir selbst ne Pause und lasse die Smart Previews erstellen.
    Zum Culling ist Exire nur rudimentĂ€r (Sterne-Bewertung und Farbmarkierung) in der Stand Alone Version geeignet. DafĂŒr sind Fast RAW Viewer und Photo Mechanic erheblich besser geeignet.
    Das Culling auszulagern hÀlt auch den Lightroom Katalog schlank, was wiederum der Performance zugute kommt.
    Weil es irgendjemand angesprochen hatte…… Lightroom redet natĂŒrlich auch mit dem NAS. Man muss es nur als Laufwerk mit einem Laufwerksbuchstaben eingebunden haben. Den Lightroom Katalog und den Cache sowie die Previews sollte man sowieso lokal belassen. Die Fotos selbst können problemlos auf NAS gelagert werden.

  11. Dass man in Photo Mechanic nicht importieren mĂŒsste stimmt so auch nicht, der in PM „Ingest“ genannte Prozess ist völlig optional und kann ausgelassen werden.. Es lassen sich sĂ€mtliche Verzeichnisse (Auch Speicherkarten) ganz normal öffnen, in denen kann man dann auch arbeiten.

    Das macht sich dann bemerkbar, wenn einen die Masse der Fotos nicht interessiert, sondern nur ein paar wenige Bilder von Relevanz sind, zum Beispiel bei Sportfotografen die unmittelbar nach einem wichtigen Spielereignis einzelne Bilder hochladen möchten.
    Man kann in einem Affenzahn durch die Bilder auf der Speicherkarte scrollen und importiert dann wirklich nur die Bilder die man haben möchte ĂŒberhaupt auf das System. Ob man die dann zunĂ€chst mit Photo Mechanic umbenennt und verschiebt um sie dann in LR oder C1 zu importieren (oder anderen Kram zu machen), die gewollten Bilder mittels PM nur auswĂ€hlt und das Importieren und Verschieben LR bzw. C1 ĂŒberlĂ€sst oder direkt von der Speicherkarte per FTP hochlĂ€dt, ist einem selber ĂŒberlassen.

    Und genau ist der Vorteil, als auch der Nachteil von Photo Mechanic: Der Workflow ist absolut flexibel, jeder kann ihn auf seine eigenen BedĂŒrfnisse abstimmen. Gleichzeitig ist das aber natĂŒrlich auch eine EinstiegshĂŒrde, denn am Anfang wirkt das Programm ĂŒberladen und unĂŒbersichtlich.
    Ein Lightroom-Katalog ist im Vergleich dazu wesentlich weniger flexibel.

  12. Rudi Gigler

    Eines steht fest ! WĂŒrde ich als Pressefotograf, der am selben Abend noch liefern muss, nur Lightroom zur VerfĂŒgung haben wĂŒrde, mĂŒsste ich meinen Laden dicht machen. Photo Mechanic ist ein unverzichtbarer Teil des Workflows eines jeden Presse-, Sport- und Hochzeitsfotografen, zum Einen wegen seiner Geschwindigkeit zum Anderen wegen der ausserordentlich umfassenden und praktischen Möglichkeiten der Beschlagwortung von Bildern. Keiner meiner Kollegen benutzt Lightroom zur Beschriftung und Pflege seiner Bilddaten. Photo Mechanic ist mit seine Möglichkeiten auch umfassende Templates vorzubereiten, dem Code Replacement und der Speicherung von Keywords, ein Segen fĂŒr alle Photoprofis.

    1. Hallo Rudi,
      danke fĂŒr deinen Kommentar!
      Wie ich im Fazit schon schrieb gibt es FĂ€lle – wie deinen – in denen Photo Mechanic unverzichtbar bleibt. Der Artikel soll hauptsĂ€chlich zeigen, dass man Lightroom auch sehr schnell nutzen kann, wenn man es richtig konfiguriert und nutzt. Bei allem, was mit Metadaten und Schlagworten zu tun hat, ist Lightroom natĂŒrlich immer noch unterlegen.
      GrĂŒĂŸe,
      Kai

  13. Hallo, alleine dein Titel, das Photo Mechanik ĂŒberflĂŒssig ist regt mich richtig auf, ist natĂŒrlich ein billiges Mittel um auf seinen Blog aufmerksam zu machen. Am Spielfeldrand oder in der Halle kommen die Bilder Out of Cam, evtl. noch kleine Korrekturen an Kontrast und Tiefen/Lichter mit einem Editor nacharbeiten, dann ist aber schon fertig mit Bildbearbeitung, Bildausschnitt und Beschriften und dann per Mail weg oder auf einen Server laden. Insofern ist LR fĂŒr mich ĂŒberflĂŒssig und Photo Mechanik das schnellste und beste Import und Beschriftungsprogram fĂŒr mich und viele andere am Markt. Du schreibst zwar das PM in vielen FĂ€llen unverzichtbar bleibt aber dann wĂ€hle nicht so ne blöde Überschrift.

    1. Verstehe ich das richtig, dass du dich aufregst, dass meine Überschrift funktioniert? 😅
      Viel Spaß beim Fotografieren MIT Photo Mechanic!

  14. Rudi Gigler

    Photo Mechanic 6 plus ist definitiv fĂŒr alle, die mit Fotografie Geld verdienen, besonders solche die Sport-, Hochzeits-, Theaterfotos udgl. herstellen, zu einem unverzichtbaren (!) Werkzeug geworden. PM6+ unterscheidet sich alleine durch seine Geschwindigkeit markant von LR. Und alleine Geschwindigkeit ist ja in diesem Metier ein wichtiger Faktor. Wer allerdings Probleme hat, richtig zu belichten oder in sonstigen Belangen der Fotografie unsicher ist, der kommt an den Korrekturfunktionen von LR nicht vorbei. Danke an dieser Stelle an Camera Bits, die uns Sport, Hochzeits- und Eventfotografen mit ihrem innovativen PM die tĂ€gliche Arbeit so massiv erleichtert hat.

    1. Hey Rudi, du unterstellst also, dass nur schlechte Fotograf:innen Lightroom nutzen um ihre Belichtungsfehler zu korrigieren? Wow! Ich glaube du solltest dich noch einmal mit den Möglichkeiten beschÀftigen. Und den ersten Satz des Artikels noch einmal lesen.

      1. Rudi Gigler

        Ein interessanter Schluss, zu dem Du da kommt, bzgl. „schlechter Fotografen“. Probleme richtig zu belichten haben manchmal auch „gute“ Fotografen, wenn sie zum Beispiel im Theater stehen und der Mann am Pult ununterbrochen LichtintensitĂ€t und Lichtfarbe Ă€ndert oder wenn sich hinter dem aufzunehmenden Objekt bei Verwendung der Integralmessung der Hintergrund wechselt u.v.m. Im Regelfall ist es ja so, dass man in in zweifelhaften FĂ€llen Belichtungs- oder Weissabgleichsreihen von einem Motiv herstellt, um möglichst wenig korrigieren zu mĂŒssen, wenn man Redaktionen im Genick hat, die auf die Bilder warten. Anm.: Mit den Möglichkeiten die LR und PS, denke ich, habe ich mich schon beschĂ€ftigt, als Du Dich noch nicht fĂŒr Fotografie interessiert hast

        1. Okay, dann habe ich deinen Satz zu den Problemen bei der Belichtung mißverstanden. Danke, dass Du ihn nochmal erlĂ€utert hast. Ageismus hat auf diesem Blog allerdings keinen Platz. Das möchte ich nicht wieder sehen!

      2. Lieber Kai, Deine Antwort auf meinen Beitrag zeigt mir, dass man das Thema nicht ernsthaft diskutieren kann. Es war nicht die Rede von guten oder schlechten Fotografen, sondern von den technischen Möglichkeiten der jeweiligen Software und deren Vor- und Nachteilen. Du widersprichst Dich laufend in dem Du in Deiner Überschrift „Warum Photo Mechanic ĂŒberflĂŒssig ist“ schreibst und kurt darauf, dass es fĂŒr diverse Fotografen eine Notwendigkeit darstellt. Im Übrigen betreibe ich neben Photo Mechanic 6 plus parallel auch die Datenbank von Lightroom, hauptsĂ€chlich wegen der umfassenden Suchfunktionen

        1. Lieber Rudi, das Thema kann man sehr wohl ernsthaft diskutieren. Wenn du allerdings persönlich wirst, hört bei mir der Spaß auf.

          Ich widerspreche mir ĂŒbrigens nicht damit, dass ich die Zielgruppe des Artikels durch den Ausschluss einiger Fotograf:innen-Gruppen einschrĂ€nke. Denn Presse, Hochzeit und Reportage sind eben nur ein kleiner Teil der Fotografie.

          Der Artikel soll verdeutlichen, dass die frĂŒheren Performance-Probleme, die oft zum Einsatz von PM gefĂŒhrt haben, mit der Nutzung der eingebetteten Vorschauen nun passĂ© sind. Die Unwissenheit ĂŒber dieses Feature von Lightroom sehe ich immer wieder in Hochzeitsfotografen-Facebook-Gruppen, die ich berufsbedingt aufmerksamer verfolge als andere. Dort wird dann immer PM als Allheilmittel dargestellt. In den meisten FĂ€llen – also als Performance-Boost – ist es aber Overkill, wenn man eben die Verschlagwortung etc. nicht nutzt. Daher die EinschrĂ€nkung.

  15. Tja das mit der Beschriftung der Bilder ist halt so eine Sache und halt noch immer nicht Standard bei vielen Berufskollegen. Viele Bilder fallen so oft durchs Raster weil sich der Urheber nicht ermitteln lĂ€ĂŸt – GeschĂ€ft geplatzt. Zu Photo Mechanic kann ich nur sagen das es sich zu der zentralen Anlaufstelle bei meinen Workflow gemausert hat. Die Schnelligkeit ist fantastisch und wie sie das so hinkriegen interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne. Viele Funktionen lassen sich durch die „Variables“ teilweise oder ganz automatisieren was sehr viel Zeit spart bei der Beschriftung der Bilder. Die Beschriftungsvorlagen sind immer auf den neuesten Stand der Vorgaben der IPTC, da mĂŒssen sich andere Hersteller schon mal warm anziehen. Das Beschriftungstool ist aber nur die eine Seite die das Programm zu bieten hat. Der Vertrieb von Bildern ist in Photo Mechanic ziemlich gut organisiert mit vielen Möglichkeiten die Bilder „an den Mann“ zu bringen und schnell auf Anfragen zu reagieren. Der Workflow ist offen und kann so nach eigenen WĂŒnschen organisiert werden. Der Support ist hervorragend, reagiert unglaublich schnell wenn Fragen auftauchen und liefert auch mitunter maßgeschneiderte Lösungen.
    Das die Software im deutschsprachigen Raum eher selten zu finden ist beruht wohl auf der Tatsache das es nur in englischer Sprache zu haben ist.

    1. Freut mich sehr fĂŒr sie, dass Photo Mechanic ihren Workflow beschleunigt. Weiterhin viel Erfolg damit!

  16. Christian

    Auch Mitte 2023 immernoch interessant. Danke fĂŒr den Artikel.

    1. Hey Chistian,

      vielen Dank fĂŒr das Feedback! Freut mich, dass Dir der Artikel weitergeholfen hat!

      GrĂŒĂŸe,
      Kai

  17. PM ist so lange Gold wert, wie es Adobe nicht schafft, proprietĂ€r die Möglichkeit zu bieten, nur geschĂŒtzte/markierte Bilder (Stern) von der Karte zu importieren! Ich bin immer öfter auf Events, wo es drauf ankommt, schnell, manchmal nahezu in Echtzeit, Bilder zu liefern. Bewerten in der Kamera, dann nur noch die ausgesuchten Fotos rĂŒberkopieren, Neurapix drĂŒber laufen lassen. Fertig. Lightroom kann zwar inzwischen großartig KI generiert stempeln. Warum aber diese Filter-Möglichkeit fehlt, wird fĂŒr immer das Geheimnis der Entwickler bleiben.

  18. Markus Schlögl

    Ist schon etwas spĂ€t, aber ich benutze fĂŒr Culling seit eh und je die nativen Betrachtungsprogramme der Kamerahersteller. Das war bei Canon das Schnellste und ist es auch bei Nikon – kostenlos!

    Beim aktuellen Stand der Dinge (EU AI Act) benutze ich auch keine KI Tools mehr, und da Adobe nicht in der Lage und/oder willens ist, mir mitzuteilen, welche Arbeitsschritte ein KI-Tag (das dann auf Meta Plattformen automatisch und sehr unprĂ€zise visuell angebracht wird) provozieren (als hĂ€tte KI Maskierung etwas mit „verfĂ€lschter Darstellung“ zu tun, oder Entrauschen), werde ich wohl auf Capture One umsteigen, oder eine gerade neu entstandene freie Software, das das da laut Usern nicht passiert.

    1. Moin Markus, vielen Dank fĂŒr Deinen Input!
      Bei den Hersteller-Programmen habe ich bisher nur Erfahrung bei Canon sammeln können und das war durch die Bank eher negativ. Weder Tethering noch Culling funktioniert da fĂŒr mich richtig

      GrĂŒĂŸe,
      Kai

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