Test & Technik

Buchvorstellung: Fotos für die Pressefreiheit 2022

Kai

Schon seit dem Jahr 1994 veröffentlicht der deutsche Ableger der NGO Reporter ohne Grenzen ein jährliches Fotobuch. Darin geht es – wie der Titel des Buches schon verrät – um den Kampf für Pressefreiheit und gegen Zensur.

Disclaimer: Reporter ohne Grenzen hat mir ein kostenloses Rezensionsexemplar für diesen Testbericht zur Verfügung gestellt.

Konzept

Im Buch werden daher 19 Fotostrecken verschiedener Fotograf:innen aus dem letzten Jahr vorgestellt, die jeweils mit einer Geschichte aus einem Land berichten. Der Aufbau ist dabei wie in einem Magazin wie dem Spiegel oder dem Stern, allerdings geht es immer um den Kampf der Reporter:innen und Fotografen:innen für die Pressefreiheit. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Buches machen aktuell rund 2 Prozent der Gesamteinnahmen des Vereins aus.

Aus Fotos für die Pressefreiheit 2022, Foto: Vladimir Zivojinovic

Inhalt

So erzählt zum Beispiel der serbische Fotograf Vladimir Zivojinovic (siehe Foto oben) wie schwierig es für freie Fotojournalisten ist in seinem Land Genehmigungen für das Fotografieren in Flüchtlingsheimen oder COVID-Kliniken zu bekommen, weil er nicht für ein regierungsnahes Medium arbeitet.

Aus Fotos für die Pressefreiheit 2022, Fotos: Fatima Shbair

Die Fotos aus dem Gaza-Streifen stammen von der AP-Fotojournalistin Fatima Shbair, die eine der wenigen Reporterinnen vor Ort ist. Sie berichtet zum Beispiel von der schwierigen Arbeit während des Krieges im Jahr 2021.

Format

Das Buch hat annähernd A4-Format (280 × 210 mm) und der Softcover-Umschlag ist vom Material her ähnlich wie ein Moleskine-Notizbuch. Nur das Foto ist glänzend gedruckt, der Rest matt.

Die Innenseiten sind auf relativ starkem Naturpapier gedruckt und per Fadenbindung geheftet, was dem Inhalt eher die Anmutung eines erzählerischen denn eines journalistischen Werkes gibt. Das passt aber sehr gut, finde ich. Der Druck wirkt dadurch viel hochwertiger als in den bekannten wöchentlichen Nachrichtenmagazinen.

Fazit

Mir gefällt das Buch richtig gut und ich bereue, dass es wochenlang ungelesen auf meinem Schreibtisch lag. Besonders weil mit dem Kauf die wichtige Arbeit von Reporter ohne Grenzen unterstützt wird gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung!

Das Buch kann über den Shop von Reporter ohne Grenzen, oder den lokalen Buchhandel bestellt werden. Wer bei Reporter ohne Grenzen direkt bestellt, unterstützt den Verein logischerweise am meisten.

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