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Testbericht zur Fuji Instax SQ10

Als ich die Instax SQ10 im Frühjahr 2017 zum Release-Datum vorbestellte, konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass sie zu einer meiner Lieblingskameras des Jahres entwickeln würde. Eingeplant hatte ich sie als nettes Gimmick wenn ich als Hochzeitsfotograf (Eigenwerbung) unterwegs bin, um den Gästen bei den klassischen „Kannst du mal ein Foto von uns machen“-Situationen etwas in die Hand geben zu können. Inzwischen mache ich oft auch beim Paarshoot ein paar Fotos vom Brautpaar und gebe sie ihnen als kleinen Teaser mit. Meistens werden die Bilder dann stolz den Freunden und der Familie präsentiert, was für mich natürlich eine tolle Werbung ist. Aber nicht nur der Nutzen fürs Business hat mich die Instax zu schätzen gelernt, es macht einfach super viel Spaß damit zu fotografieren.

📸 Review: Meine Meinung zur Fuji Instax SQ10

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Was ist die Instax SQ10 für eine Kamera?

Die Fuji ist eine hybride Sofortbildkamera. Das bedeutet, dass die Bilder mit einem digitalen Sensor aufgenommen und auf einer Micro-SD-Karte gespeichert werden. Zusätzlich gibt es auch noch einen internen Speicher für ein paar Bilder, sodass man sofort loslegen kann.

Wald im Harz mit Nebel – Fotografiert mit der Fuji Instax SQ10

Es gibt zwei Modi: Im Auto-Modus funktioniert sie – abgesehen vom elektronischen Sucher – wie eine klassische Instax oder Polaroid. Man drückt auf den Auslöser und das Bild kommt sofort aus der Kamera und entwickelt sich langsam.
Im Manual-Modus wird das Bild erst gespeichert und im Anschluss kann man einen der Filter und/oder eine helle oder dunkle Vignette darüberlegen, und die Belichtung noch ein wenig korrigieren. Mit dem grünen Druck-Knopf lässt sich das Bild im Anschluss ausdrucken. Das muss natürlich nicht sofort im Anschluss an die Aufnahme erfolgen. Man kann auch den ganzen Tag unterwegs sein, Fotos machen und abends in Ruhe die Bilder aussuchen, die man ausdrucken möchte.

Die UVP der Kamera liegt bei 289,00€, der Straßenpreis im Moment so zwischen 230,00€ und 240,00€. Den finde ich für die gebotene Qualität etwas zu hoch. Für mein Empfinden wäre ein Preis zwischen 180,00 und 200,00€ eher angemessen.

Die Filme kosten ca 10,00€ für 10 Bilder. Der Preis ist okay und ein wenig günstiger als zum Beispiel Polaroid Originals.

Testbericht Fuji Instax SQ10 – Vergleich zwischen Druck und digitalem Bild

Bildqualität

Das fest verbaute Objektiv hat eine Brennweite von 28,5mm und eine Blende von 2,4. Das entspricht ungefähr dem iPhone bis zur Doppelkamera. Die Bildqualität der JPEGs entspricht in etwa der eines iPhone 4, ist also nicht herausragend. Sie haben eine Auflösung von 1920 x 1920px. Bei gutem Licht sind die Bilder durchaus zu gebrauchen, bei weniger Licht hat der Fokus schnell Schwierigkeiten und das Rauschen ist dann schnell sichtbar. Für Partyfotos mit Blitz reicht es dennoch.
Der Druck kaschiert die Bildqualität allerdings ein wenig. Zwar werden die Bilder vorher offenbar noch geschärft, dadurch, dass die Bilder aber auf lichtempfindlichen Film belichtet, und nicht gedruckt werden, geht ein wenig Schärfe verloren. Das kann man auf den Vergleichsbildern ganz gut erkennen.

Die Bilder können vor dem Druck ähnlich wie bei Instagram, VSCO und vielen anderen Foto-Apps mit Filtern bearbeitet werden. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit die Bilder mit einer hellen oder dunklen Vignette zu versehen und die Helligkeit anzupassen. Viel Spielraum gibt es da leider nicht, das Bild sieht schnell unnatürlich aus.

Abstraktes Foto von Asphalt in Delmenhorst

Bedienung

Anschalten lässt sich die Instax Square durch Drehen des silbernen Rings um das Objektiv. Außerdem auf der Vorderseite befinden sich die beiden Auslösebuttons, die sich im Menü für Rechts- oder Linkshänder konfigurieren lassen. Alternativ kann man damit zwischen dem Standard-Aufnahmemodus, der Doppelbelichtungsfunktion und dem Bulb-Modus wechseln.

Auf der Rückseite finden sich die Bedienelemente für die Filter, den Druck und das Menü. Die sind eigentlich selbsterklärend, beim Kauf ist auf dem Display auch noch ein Sticker mit einer Anleitung.

Rückseite der Fujifilm Instax Square SQ10

Zwei Kleinigkeiten haben sich mir allerdings nicht gleich erschlossen. Punkt eins ist, dass man vom Anschauen der aufgenommenen Bilder nur mit halben Durchdrücken des Auslösers wieder zurück zur Aufnahme kommt. Nicht wie angenommen durch den „Zurück“-Button. Desweiteren habe ich erst später herausgefunden, dass die kleinen weißen Punkte am rechten Rand des Displays die verbleibenden Drucke symbolisieren. Wenn man das erstmal weiß, ist aber alles total einfach.

Ein sehr liebevolles Detail ist die Animation des Drucks. Sobald man den Druckauftrag erteilt hat, „fährt“ das Bild nach oben aus dem Display raus und im gleichen Moment fährt der Abzug aus der Kamera. Herrlich!

via GIPHY

Auf die Belichtung hat man nicht sehr viel Einfluss, da man nur die Belichtungskorrektur verändern kann, der Rest passiert wie bei einem Handy automatisch. Allerdings kann man, um zum Beispiel eine Überbelichtung zu provozieren, auf einen dunklen Bereich fokussieren, den Auslöser halb durchdrücken und dann neu komponieren.

Resümee

Die Instax SQ10 ist eine tolle Kamera! Die Bildqualität ist wie bei dem Preis zu erwarten nicht auf Top-Niveau, mit anderen Sofortbildkameras kann sie aber durchaus mithalten und hat dabei noch den Bonus der gespeicherten Digitalbilder. Dadurch kann man die Bilder auf mehrfach ausdrucken. Am meisten Spaß hat es mir gemacht das quadratische Format auszuprobieren und kleine Dip- oder Triptychons aus 2-3 Fotos zusammenzustellen. Der Preis der Kamera ist für meinen Geschmack ein wenig zu hoch dennoch kann ich sie jedem, der eine Alternative zur klassischen Sofortbild-Fotografie sucht wärmstens empfehlen!

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Kategorie: Test & Technik

von

Moin, ich bin Kai und fotografiere für mein Leben gerne. Wenn ich mal keine Kamera in der Hand habe, spiele ich Gitarre, trainiere für den nächsten Triathlon oder chille mit der besten Frau der Welt mit Chips und Netflix auf dem Sofa.

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