Wie die Zeitschrift Profifoto unter Berufung auf die SZ und eine Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion berichtet, ist die Wiedereinführung der Meisterpflicht für Fotografen offenbar abgewendet. Ich hatte hier und hier schon dazu berichtet. So will die Koalition dem Bundestag vorschlagen die Meisterpflicht für 12 Handwerksberufe wieder einzuführen. Die Fotografen sind aktuell nicht darunter.
Wie hanebüchen manche Argumentate des Centralverbands Deutscher Berufsfotografen sind, der sich vehement für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ausgesprochen hatte, kann man im Protokoll der Anhörung im Wirtschaftsministerium nachlesen. Dort ist zum Beispiel von der Gefahr für Leib und Leben durch die Chemie bei der Entwicklung analoger Fotos. Im dazugehörigen Formblatt ist sogar von der großen Gefahr implodierender Blitzgeräte die Rede.
Gleichzeitig musste der CV dann in der schriftlichen Stellungnahme einräumen, dass bei der Gefahr für Leib und Leben »für fotografische Produkte keine große Relevanz hergeleitet werden kann.«
Ich begrüße es, dass die Bundesregierung zumindest im Fotografen-Markt nicht zu protektionistischen Maßnahmen greifen will. Ob das alles genauso im Bundestag durchgeht bleibt aber noch abzuwarten.

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